Umsetzung

Sanaa Mtaani - Kunst in der Stadt

Umsetzung und Phasen

 

Das Projektwart in drei Phasen gegliedert. Die Dreiteilung ergibt sich aus einer vorbereitenden Einführungsphase in Deutschland, der Zeit des Aufenthalts in Nairobi und der Nachbereitung der Reise mit anschließender Katalogerstellung.

 

Die erste Phase umfasste die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung. In zwei Vorbereitungstreffen wurden inhaltliche und thematische Schwerpunkte des Projektvorhabens erarbeitet. Dies erfolgte aufgrund persönlicher Interessenlagen der TeilnehmerInnen. Neben der inhaltlichen Ausgestaltung des Aufenthalts vor Ort arbeitete sich die Gruppe in historisch, kulturell und politisch relevante Themen der Reise ein. Sowohl die Geschichte bzw. Kunstgeschichte Kenias/ Nairobis als auch die Auseinandersetzung mit deutscher Kolonialgeschichte erfuhr hier Beachtung. Weiterhin wurde ein Zeitplan erstellt und alle Termine für die Projektdurchführung beschlossen.

 

 

In Nairobi sollte dann ein möglichst breiter Zugang zu verschiedenen Facetten der Kunst erfolgen. Dabei interessierten uns sowohl staatliche Akteure im Verantwortungsbereich für Kunst als auch kleinere Vereine und individuelle KünstlerInnenbiografien. Um ein möglichst großes Spektrum an gegenwärtiger Kunst aufzeigen zu können bildeten die ReiseteilnehmerInnen zunächst Kleingruppen mit inhaltlichen Schwerpunkten. Auf diese Weise erfolgte ein interessengeleiteter Einblick in die Themenbereiche: Alltagskunst bzw. Kunsthandwerk, Film und Fernsehen, neue Medien, Museen/Galerien, Graffiti und Musik. Mit Hilfe von Interviews, Stadtrundgängen, Reisetagebüchern u.ä. sollte ein multiperspektivischer Zugang zu verschiedenen Facetten der Kunst in Nairobi ermöglicht werden. Im Verlauf des Aufenthalts stellten die einzelnen Kleingruppen dann den restlichen TeilnehmerInnen den durch sie beleuchteten Teilbereich vor.

 

 

In der letzten Phase des Projekts wurden die erarbeiteten Detailansichten einzelner Kunstakteure als Katalog veröffentlicht. Die kritische Reflexion der Repräsentation der Kunst aus Kenia in Deutschland sollte dabei ein wesentlicher Bestandteil der inhaltlichen Auseinandersetzung sein. Im Vordergrund stand folglich die Auswahl der zu veröffentlichenden Kunstwerke durch die Kunstschaffenden selbst. Nicht wir entschieden was im Katalog gezeigt wird, sondern die beteiligten KünstlerInnen. Unterstützt werden die gewählten Bilder durch die im Vorfeld geführten Interviews. Vervollständigt wird der Katalog mit Texten über unsere individuelle Auseinandersetzung mit der Reise. Dabei steht die individuelle Wahrnehmung bzw. Interpretation und Reflexion der einzelnen TeilnehmerInnen im Fokus. Die individuellen Beiträge der Projektbeteiligten kontrastieren die dargestellten KünstlerInnenportraits. Sie betonen die Einzelerfahrungen der TeilnehmerInnen, deren unterschiedliche Reflexionsprozesse und Reiseeindrücke. Mit Hilfe dieser einzelnen Puzzleteile wird ein mehrdimensionaler Blick auf die Kunst in Nairobi und auf die individuellen Wahrnehmung einzelner Akteure auf die gemeinsame Reise möglich.

Einblicke in die gegenwärtige Kunst Nairobis.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Stipendiatische Projektkommission der Hans-Böckler-Stiftung