Hintergrund

Sanaa Mtaani - Kunst in der Stadt

Hintergründe des Projekts

Die Projektinitiatorin A. knüpfte 2012 bei einem Praktikum im Kunstzentrum „Arterial Network“ in Nairobi erste Kontakte zur hiesigen KünstlerInnenszene. Angeregt durch eine Präsentation ihres Aufenthaltes beim Fachgruppentreffen des Clusters „Kunst & Kultur“ diskutierten wir anschließend über die Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst im interkulturellen Vergleich.

 

Es stellten sich uns mehr und mehr Fragen: Welchen Stellenwert hat Kunst in der deutschen, welchen in der kenianischen Gesellschaft? Welche Kunstströmungen existieren gegenwärtig in Nairobi – jenseits von „Klischee-Kunsthandwerk“? Wer sind die RezipientInnen, wer die KonsumentInnen? Welchen Einfluss verübt die Kolonialgeschichte Kenias auf die gegenwärtige kenianische Kunst? Die Vielfalt der aufkommenden Fragen ließ die Idee entstehen, sich innerhalb eines Projektes vertieft mit ihnen auseinanderzusetzen.

 

Die zu bildende Projektgruppe sollte dabei möglichst interdisziplinär aufgestellt sein, um zum einen die verschiedensten Interessengebiete bedienen zu können, zum anderen um in der Projektgruppe synergetische Prozesse zu initiieren. Aus dem Blick unserer verschiedenen Fachrichtungen heraus stellen sich unterschiedliche Interessen und Schwerpunkte. Wir fragen nach der KünstlerInnenbiografie, dem Einfluss von Staat und Ort auf das Werk, dem Wirken von Kunst in der Gesellschaft, den Einfluss der Kolonialgeschichte auf die Kunst und die RezipientInnen, nach der Bedeutung kommerzieller Kunst, dem Einfluss des Kulturtourismus auf die Kunst und das Kunsthandwerk, nach der Möglichkeiten der kulturellen Übersetzung von Themen in der gegenwärtigen Kunst.

Einblicke in die gegenwärtige Kunst Nairobis.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Stipendiatische Projektkommission der Hans-Böckler-Stiftung